Heute steht ein weiterer Höhepunkt unserer Reise bevor: ein Wandertag, der uns mitten ins wilde Herz der Highlands führt. Und das Schönste: auch heute erleben wir wieder Natur pur!
Variante 1
West Highland Railway & Rannoch Moor „Schönwetter-Tour“
Bei Schönwetter unternehmen wir heute eine besonders reizvolle Kombination aus Zugfahrt und Moorwanderung. Je nach Wetterlage starten wir daher unseren Wandertag mit einer wildromantischen Fahrt mit der West Highland Railway – von Bridge of Orchy bis zur Rannoch Station– eine der schönsten Zugstrecken Europas. Durch riesige Moore und vorbei an dunklen Seen bringt uns der Zug zu unserem heutigen Startpunkt der Wanderung.
Von hier aus führt uns der Weg durch das endlose Rannoch Moor, eines der letzten großen Wildnisgebiete Europas. Wir wandern bis zum berühmten und historisch bedeutsamen Pass von Glencoe und durchqueren dabei eine paradiesische Flora, seltene Fauna und einen Ort völliger Abgeschiedenheit. Das riesige Moorgebiet ist geprägt von Torfseen, seltenen Wildblumen und knorrigen Kiefern. Weiter geht es entlang malerischer Lochs mit weißen Sandstränden. Ob hier wohl Feen oder Einhörner leben?
Ein perfekter Ort, um in aller Ruhe unser Lunchpaket zu genießen.
Variante 2
Von Altnafeadh nach Kinlochleven -„Schlechtwetter-Tour“
Bei wechselhaftem Wetter entscheiden wir uns für eine ebenso eindrucksvolle Alternative: Die Highlands-Wanderung von Altnafeadh nach Kinlochleven gilt als einer der schönsten Abschnitte des West Highland Way und wird oft als dessen Herzstück bezeichnet.
Diese Route begeistert mit dramatischen Bergpanoramen: steile Hänge, schroffe Felsen, tiefe Täler und stille Lochs, in denen sich der Himmel spiegelt. Wir folgen alten Pfaden durch wilde, einsame Landschaften und es öffnet sich der Blick auf raue, stille Weite, die sich tief in die Seele einprägt.
Egal, für welche Variante sich der Tag entscheidet – es wird ein Herzstück unserer Wanderreise. Mit einer Wanderdauer von insgesamt sechs bis sieben Stunden (ca. 22 km) ist der heutige Tag durchaus fordernd, aber landschaftlich von einer Wucht, die sprachlos macht – eine Ode an die wilde Schönheit Schottlands.
Am späten Nachmittag fahren wir weiter in Richtung Fort William, wo uns unser Hotel und ein wohlverdientes Abendessen erwarten.