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Outlander Drehorte in Edinburgh

Spoilerwarnung: Dieser Beitrag enthält Hinweise zu Handlungsorten und Szenen aus den Staffeln 2 und 3 sowie aus dem dritten Outlander-Roman.

Edinburgh bietet Outlander-Fans eine besondere Mischung aus realen Drehorten, historischen Schauplätzen und Orten, die in Diana Gabaldons Romanen eine Rolle spielen.

Vor allem in der Old Town liegen mehrere bekannte Kulissen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Bakehouse Close verwandelte sich in die Straße vor Jamies Druckerei, Tweeddale Court wurde zu einem Markt des 18. Jahrhunderts und die prachtvolle Signet Library stellte das Herrenhaus des Gouverneurs von Jamaika dar.

Daneben erzählen der Palace of Holyroodhouse und das National Museum of Scotland von der realen Geschichte der Jakobiten und Bonnie Prince Charlies.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie über die Outlander-Drehorte.

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Edinburghs historische Old Town

Edinburghs Old Town gehört gemeinsam mit der New Town zum UNESCO-Welterbe. Während die New Town ab dem späten 18. Jahrhundert planmäßig angelegt wurde, bewahrte die Old Town weitgehend ihren mittelalterlichen Stadtgrundriss.

Die Royal Mile bildet das Rückgrat der Altstadt. Sie führt vom Edinburgh Castle hinunter zum Palace of Holyroodhouse. Von ihr zweigen zahlreiche schmale Gassen, Innenhöfe und Durchgänge ab, die in Edinburgh als Closes, Wynds und Courts bezeichnet werden.

Gerade diese engen, von hohen Steingebäuden umgebenen Gassen machen die Old Town zu einer idealen Kulisse für historische Filmproduktionen.

Zu den drei wichtigsten Outlander-Drehorten im Zentrum gehören:

  • die Signet Library,
  • Tweeddale Court,
  • Bakehouse Close.

Der Jamaika-Ball in der Signet Library

Die Signet Library liegt am Parliament Square unmittelbar neben St Giles’ Cathedral.

Ihre prachtvollen Innenräume verwandelten sich in Staffel 3 in das Herrenhaus des Gouverneurs von Jamaika. Hier entstanden die Szenen des eleganten Empfangs, bei dem Claire und Jamie mehrere bekannte Figuren wiedersehen.

Die hohen Säulen, Galerien und repräsentativen Bibliotheksräume vermitteln tatsächlich die Atmosphäre eines vornehmen Herrenhauses. In der Serie wird jedoch nicht Edinburgh, sondern das Jamaika des 18. Jahrhunderts dargestellt.

Die Society of Writers to the Signet blickt auf eine mehr als 500-jährige Geschichte zurück. Ihre Mitglieder waren ursprünglich für die Verwendung des königlichen Signets verantwortlich und arbeiteten später als Juristen und Gerichtsschreiber.

Das heutige Bibliotheksgebäude entstand im frühen 19. Jahrhundert. Der Bau begann 1810; die wesentlichen Räume wurden bis 1822 fertiggestellt. Die Bezeichnung der Gesellschaft lautet heute vollständig Society of Writers to His Majesty’s Signet.


Afternoon Tea in der Signet Library

Die Signet Library ist weiterhin eine aktive juristische Bibliothek und daher nicht wie ein gewöhnliches Museum frei zugänglich.

Eine Möglichkeit, das Gebäude von innen kennenzulernen, bietet der Afternoon Tea im Restaurant Colonnades. Dieser wird in der Lower Library unter kunstvollen Säulen und hohen Decken serviert.

Eine vorherige Reservierung ist empfehlenswert. Da Veranstaltungen und Hochzeiten zu einzelnen Schließtagen führen können, sollten Verfügbarkeit und aktuelle Bedingungen direkt vor dem Besuch geprüft werden.


Claires Wiedersehen mit Fergus im Tweeddale Court

Nur wenige Schritte von der Royal Mile entfernt liegt Tweeddale Court.

Für die Dreharbeiten zur dritten Staffel wurde der historische Innenhof in eine belebte Straße des 18. Jahrhunderts verwandelt. Marktstände, zeitgenössische Requisiten und Statisten ließen das Edinburgh jener Zeit wiederauferstehen.

Hier begegnet Claire dem inzwischen erwachsenen Fergus wieder.

Auch ohne Filmkulissen besitzt Tweeddale Court eine besondere Atmosphäre. Der Kern des historischen Gebäudekomplexes stammt aus dem Jahr 1576. Spätere Umbauten und Erweiterungen führten zu dem vielschichtigen Erscheinungsbild, das heute zu sehen ist.

Der Court ist von der Royal Mile aus zugänglich. Besucher sollten berücksichtigen, dass es sich nicht nur um eine Sehenswürdigkeit, sondern teilweise auch um einen Wohn- und Arbeitsbereich handelt.


Jamies Druckerei in Bakehouse Close

Bakehouse Close zählt zu den bekanntesten Outlander-Drehorten in Edinburgh.

In der dritten Staffel stellte die Gasse die fiktive Carfax Close dar. Dort betreibt Jamie unter dem Namen Alexander Malcolm seine Druckerei.

Nach ihrer Rückkehr in das 18. Jahrhundert erfährt Claire, wo Jamie arbeitet. Sie steigt die schmalen Stufen hinauf und betritt die Druckerei – unmittelbar vor einem der emotionalsten Wiedersehen der gesamten Serie.

Die Gasse und die Treppe sind am realen Drehort gut wiederzuerkennen. Die Außenaufnahmen der Druckerei entstanden hier; die vollständig eingerichteten Innenräume wurden jedoch als Filmset gestaltet.

Besucher können daher den Weg und die Stufen aus der Serie erkunden, aber nicht das Innere von A. Malcolm’s Print Shop besichtigen.

Woher stammt der Name Bakehouse Close?

Bakehouse Close erhielt seinen Namen durch die Bäcker des Canongate.

Die Incorporation of Bakers of the Canongate besaß Gebäude auf der westlichen Seite der Gasse. Dort befanden sich früher eine Bäckerei und weitere kleine Geschäfte.

Die alte Bausubstanz, die unregelmäßigen Steinfassaden und der gepflasterte Hof vermitteln bis heute einen Eindruck von Edinburghs historischem Stadtbild.

Die Behauptung, Bakehouse Close sei im 18. Jahrhundert vorwiegend als Zentrum der Prostitution bekannt gewesen, lässt sich nicht ausreichend zuverlässig belegen. Auch die Theorie, der Bäckerjunge in der Serie sei eine bewusste historische Anspielung auf den Namen der Gasse, sollte deshalb nicht als Tatsache dargestellt werden.


Museum of Edinburgh in Huntly House

Direkt an Bakehouse Close befindet sich Huntly House, das heute das Museum of Edinburgh beherbergt.

Das Museum liegt in einem verwinkelten Gebäudekomplex aus dem 16. Jahrhundert und erzählt anhand historischer Objekte, Dokumente und Kunsthandwerksstücke von der Entwicklung der schottischen Hauptstadt.

Sowohl Huntly House als auch Bakehouse Close sind in der dritten Staffel von Outlander zu sehen.

Zu den bekannten Ausstellungsstücken des Museums gehören:

  • der National Covenant von 1638,
  • historische Pläne der New Town,
  • das Halsband und der Napf von Greyfriars Bobby,
  • Silber, Glas und weitere Arbeiten aus Edinburgh und dem Canongate.

Der allgemeine Eintritt ist derzeit kostenlos. Öffnungszeiten können sich jedoch ändern und sollten vor dem Besuch geprüft werden.


Palace of Holyroodhouse und Bonnie Prince Charlie

Am unteren Ende der Royal Mile liegt der Palace of Holyroodhouse.

Der Palast ist kein bestätigter Drehort der hier beschriebenen Outlander-Szenen. Er besitzt jedoch sowohl für die Romanhandlung als auch für die reale Geschichte der Jakobiten große Bedeutung.

Im September 1745 zog Bonnie Prince Charlie nach Edinburgh und richtete für etwa sechs Wochen seinen Hof im Palace of Holyroodhouse ein. Nach dem Sieg der Jakobiten bei Prestonpans fand dort nachweislich ein großer Ball statt.

In der Outlander-Geschichte suchen Claire und Jamie den Prinzen im Palast auf. Sie versuchen, ihn davon zu überzeugen, seinen Aufstand aufzugeben und damit die Katastrophe von Culloden zu verhindern.

Was kann man in Holyroodhouse sehen?

Der Palace of Holyroodhouse ist heute die offizielle Residenz von König Charles III. in Schottland und wird weiterhin für offizielle Termine und Empfänge genutzt. Gleichzeitig ist er über weite Teile des Jahres für Besucher geöffnet.

Zu den historisch interessanten Bereichen gehören:

  • die State Apartments,
  • die Great Gallery,
  • die Räume von Mary, Queen of Scots,
  • die Ruinen von Holyrood Abbey,
  • Objekte und Porträts mit Verbindung zu Bonnie Prince Charlie.

In der Great Gallery feierte Bonnie Prince Charlie während seines Aufenthalts. Im Palast befinden sich außerdem Porträts des Prinzen und seines Bruders Henry Benedict Stuart sowie ein historisches Bett, das Charles während seines Aufenthalts nutzte.

Da der Palast gelegentlich für offizielle königliche Aufgaben geschlossen wird, sollten aktuelle Besuchsmöglichkeiten vorab geprüft werden.


National Museum of Scotland und die Jakobiten

Das National Museum of Scotland liegt in der Chambers Street und ist von der Royal Mile zu Fuß erreichbar.

Das Museum ist kein Outlander-Drehort, bietet aber einen fundierten Einblick in jene Geschichte, die den Hintergrund der ersten Staffeln bildet.

Auf Ebene 3 führen die Scottish History and Archaeology Galleries durch das 18. und frühe 19. Jahrhundert. Die Ausstellung Scotland Transformed behandelt unter anderem die Jakobitenbewegung und die tiefgreifenden Veränderungen, die Schottland in dieser Zeit erlebte.

Zur nationalen Sammlung gehören zahlreiche Objekte mit Verbindung zu Bonnie Prince Charlie und den Jakobiten. Darunter befinden sich:

  • ein aufwendig gearbeitetes Schwert,
  • ein reich verzierter Schild,
  • Kleidungsstücke,
  • eine silberne Reiseausstattung,
  • Porträts und Erinnerungsgegenstände.

Ausstellungsstücke können im Rahmen von Leihgaben oder Neugestaltungen wechseln. Wer ein bestimmtes Objekt sehen möchte, sollte den aktuellen Ausstellungsstatus vorab prüfen.


Das World’s End Pub

Weiter unten an der Royal Mile befindet sich das World’s End Pub.

Der Name erinnert an die frühere Stadtgrenze Edinburghs. Teile der Außenmauer des denkmalgeschützten Gebäudes gehören zur historischen Flodden Wall. Direkt vor dem Pub befand sich einst eines der Stadttore. Messingsteine im Straßenbelag erinnern heute an dessen Position.

Für viele Bewohner endete an dieser Stelle die vertraute und geschützte Stadt. Alles außerhalb der Mauern erschien wie das Ende ihrer bekannten Welt – daher der Name World’s End.


Das World’s End in den Outlander-Romanen

Im dritten Roman Voyager gehen Claire und Jamie kurz nach ihrem Wiedersehen in das World’s End.

Dort finden sie Mr. Willoughby stark betrunken im Keller des Pubs. Beim Versuch, ihn aus dem Lokal zu bringen, geraten sie in eine Auseinandersetzung und müssen schließlich fliehen.

Der reale Pub wurde für diese Szene nicht als Drehort genutzt. Er ist daher ein literarischer Outlander-Schauplatz, aber keine Originalkulisse der Fernsehproduktion.


Outlander-Schauplätze in Edinburgh entdecken

Die Innenstadt von Edinburgh lässt sich gut zu Fuß erkunden.

Signet Library, Tweeddale Court, Bakehouse Close, Museum of Edinburgh, World’s End und Palace of Holyroodhouse liegen entlang beziehungsweise in unmittelbarer Nähe der Royal Mile.

Für einen individuellen Outlander-Spaziergang sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Während die Gassen und Außenbereiche frei zugänglich sind, benötigen Signet Library und Palace of Holyroodhouse eine Reservierung beziehungsweise Eintrittskarte.

Auch das National Museum of Scotland liegt nur einen kurzen Fußweg von der Old Town entfernt.


Unsere Outlander-Rundreise

Auf unserer achttägigen Outlander Rundreise: Auf den Spuren von Claire und Jamie entdecken Sie gemeinsam mit anderen Fans ausgewählte bekannte Drehorte und historische Schauplätze in Schottland.

Die Reise verbindet die Welt von Claire und Jamie mit Burgen, Herrenhäusern, Dörfern und Landschaften, die der Serie ihre besondere Atmosphäre verleihen. Sie umfasst acht Reisetage und sieben Übernachtungen.

Die in diesem Beitrag beschriebenen Orte in Edinburgh sind nicht automatisch alle Bestandteil des geführten Reiseprogramms. Sie eignen sich jedoch gut für eine individuelle Verlängerung vor oder nach der Rundreise.

Unsere Reise kann mit einer über Explore with us organisierten Flugverbindung oder mit Eigenanreise gebucht werden.

Hier geht’s zu den aktuellen Reiseterminen und zum vollständigen Reiseprogramm.

Outlander Rundreise: Auf den Spuren von Claire und Jamie

Outlander 2.0: Die Fortsetzung der Saga

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