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Schottlands schönste Wanderungen: 5 besondere Routen und Wandergebiete

Von den markanten Bergen der Highlands über grüne Täler und Wälder bis zu den Küsten, Lochs und Moorlandschaften: Schottland bietet Wandererlebnisse für unterschiedliche Interessen und Erfahrungsstufen.

Das Angebot reicht von kurzen Spaziergängen in Stadtnähe über Wanderungen zu Wasserfällen bis zu mehrtägigen Fernwanderwegen und anspruchsvollen Bergtouren.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen fünf bekannte Wanderziele in Schottland vor und erklären, welche Anforderungen Sie dort erwarten.


1. West Highland Way

Der West Highland Way ist einer der bekanntesten Fernwanderwege Schottlands. Er beginnt in Milngavie bei Glasgow und endet nach 154 Kilometern beziehungsweise 96 Meilen in Fort William. Für die vollständige Strecke werden üblicherweise etwa fünf bis acht Wandertage eingeplant.

Die Route führt durch sehr unterschiedliche Landschaften: von den vergleichsweise sanften Wegen nördlich von Glasgow über die Ufer des Loch Lomond bis in die offenen Moor- und Berglandschaften der Highlands.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten entlang der Route gehören:

  • Loch Lomond,
  • Rannoch Moor,
  • die Umgebung von Glen Coe,
  • der Blick auf Buachaille Etive Mòr,
  • die Devil’s Staircase,
  • Kinlochleven,
  • die Berglandschaft rund um Fort William.

Der West Highland Way ist größtenteils ein klassischer Wanderweg und keine technisch schwierige Bergroute. Durch die langen Tagesetappen, das wechselhafte Wetter und teilweise felsige oder unebene Wege kann er dennoch sehr fordernd sein.

Wer nicht die vollständige Strecke gehen möchte, kann einzelne Etappen auswählen. Mehrere Orte entlang des Weges sind mit Bus oder Bahn erreichbar, wodurch auch kürzere Wanderungen möglich sind.

Geeignet für: Wanderer mit guter Grundkondition; einzelne Etappen teilweise auch für weniger erfahrene Wanderer.


2. Ben Nevis

Ben Nevis liegt bei Fort William und ist mit 1.345 Metern der höchste Berg des Vereinigten Königreichs. Der normale Aufstieg erfolgt über den sogenannten Mountain Track.

Die Strecke ist ungefähr 17 Kilometer lang und umfasst rund 1.350 Höhenmeter. Für den gesamten Auf- und Abstieg sollten etwa sieben bis neun Stunden eingeplant werden.

Auch wenn der Mountain Track als gewöhnlicher Aufstiegsweg gilt, ist die Tour lang und anstrengend. Der obere Abschnitt führt durch steiniges Gelände. Wolken, Wind und rasche Wetterwechsel können die Orientierung deutlich erschweren.

Bei klarer Sicht eröffnet sich vom Gipfel ein weiter Blick über die schottischen Highlands. Eine freie Aussicht kann jedoch nicht garantiert werden.

Karte und Kompass sollten mitgeführt werden. Ebenso wichtig ist es, vor der Wanderung den Bergwetterbericht zu prüfen. Bei Schnee oder Eis sind besondere Ausrüstung und entsprechende Erfahrung erforderlich.

Geeignet für: Konditionsstarke und trittsichere Wanderer mit geeigneter Ausrüstung und Navigationskenntnissen; weniger Erfahrene sollten sich einer geführten Tour anschließen.


3. Arthur’s Seat in Edinburgh

Arthur’s Seat erhebt sich mitten im Holyrood Park über Edinburgh. Der markante Hügel gehört zu einer alten Vulkanlandschaft und bietet bei klarer Sicht einen weiten Blick über die schottische Hauptstadt und ihre Umgebung.

Im Holyrood Park stehen verschiedene Wege zur Auswahl. Wer den Gipfel besteigen möchte, sollte je nach gewählter Strecke ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen.

Der Aufstieg ist kürzer und weniger ausdauernd als eine Wanderung in den Highlands. Dennoch sind die letzten Abschnitte zum Gipfel teilweise steil, felsig und bei Nässe rutschig. Feste Schuhe sind daher empfehlenswert.

Wer es ruhiger angehen möchte, kann auch einen der niedrigeren Wege durch den Holyrood Park wählen, ohne bis zum Gipfel aufzusteigen.

Vor einem Besuch sollten aktuelle Weg- und Zugangshinweise von Historic Environment Scotland geprüft werden, da Wege nach Unwettern, Steinschlag, Feuer oder aufgrund von Veranstaltungen vorübergehend geschlossen sein können.

Geeignet für: Wanderanfänger mit guter Beweglichkeit; der Gipfelweg ist nicht vollständig eben oder barrierefrei.


4. Fairy Pools auf der Isle of Skye

Die Fairy Pools liegen bei Glenbrittle auf der Isle of Skye. Mehrere Wasserfälle speisen dort klare natürliche Becken vor der eindrucksvollen Kulisse der Cuillin Mountains.

Vom Parkplatz führt ein etwa 2,4 Kilometer langer Weg zu den bekannteren Wasserfällen und Becken. Wer weiter in Richtung der Berge wandert oder eine längere Rundtour unternimmt, benötigt entsprechend mehr Zeit.

Die Fairy Pools sind heute eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Skye. Vor allem in der sommerlichen Hauptreisezeit können Parkplatz, Wege und die schmale Zufahrtsstraße stark ausgelastet sein.

Wer den Ort ruhiger erleben möchte, sollte möglichst früh am Morgen kommen oder die Hauptreisezeiten meiden. Bei starkem Verkehrsaufkommen kann es sinnvoll sein, den Besuch zu verschieben.

Der Weg zu den ersten Becken ist für viele Wanderanfänger gut zu bewältigen. Mit nassen, schlammigen oder rutschigen Stellen muss jedoch gerechnet werden.

Geeignet für: Anfänger und Familien mit entsprechender Ausrüstung; längere Routen sind je nach Wetter und Wegzustand anspruchsvoller.


5. Wandern in Glen Coe

Glen Coe gehört zu den eindrucksvollsten Berglandschaften der westlichen Highlands. Das Tal und seine Umgebung bieten sehr unterschiedliche Wanderwege – von kurzen Waldspaziergängen bis zu anspruchsvollen Bergtouren. Der National Trust for Scotland betreut in der Region rund 60 Kilometer an Fußwegen.

Für eine leichtere Wanderung eignen sich beispielsweise die Wege rund um das Glencoe Lochan. Eine beliebte Runde ist ungefähr 2,5 Kilometer lang und kann in etwa einer bis eineinhalb Stunden bewältigt werden.

Anspruchsvoller ist die Wanderung in das Lost Valley, das auf Gälisch Coire Gabhail heißt. Der Weg ist ungefähr vier Kilometer lang, führt jedoch über steile und felsige Abschnitte und enthält kurze Kletterstellen. Für diese Wanderung sollten ungefähr zwei bis drei Stunden eingeplant werden.

Erfahrene Bergwanderer finden rund um Glen Coe zahlreiche längere Gipfel- und Gratwanderungen. Diese Touren verlangen jedoch gute Kondition, Trittsicherheit, Navigationskenntnisse und geeignete Bergausrüstung.

Geeignet für: Je nach gewählter Route Anfänger, geübte Wanderer oder erfahrene Bergsteiger.


Was sollte man beim Wandern in Schottland beachten?

Das Wetter in Schottland kann sich rasch verändern. Selbst bei kurzen Wanderungen gehören warme und wasserdichte Kleidung, feste Schuhe, ausreichend Wasser und ein geladenes Mobiltelefon zur Grundausstattung.

Für Bergtouren sollten zusätzlich eine geeignete Karte, ein Kompass und die notwendigen Navigationskenntnisse vorhanden sein. Eine Smartphone-App allein ist in abgelegenen Regionen kein vollständiger Ersatz, da Empfang und Akkulaufzeit begrenzt sein können.

Prüfen Sie vor jeder Wanderung:

  • den aktuellen Wetterbericht,
  • den Zustand und die Schwierigkeit der Route,
  • mögliche Wegsperren,
  • die verfügbare Tageslichtdauer,
  • die eigene Kondition und Erfahrung.

Im Zweifelsfall ist es besser, eine kürzere Route zu wählen oder sich einer geführten Wanderung anzuschließen.

Geführte Schottland-Wanderreise

Auf unserer geführten Wanderreise durch die Western Highlands entdecken Sie ausgewählte Abschnitte des West Highland Way und unterschiedliche Landschaften des schottischen Hochlands.

An mehreren Tagen stehen – abhängig von Wetter, Bedingungen und persönlicher Kondition – verschiedene Wanderoptionen zur Auswahl. Das aktuelle Programm umfasst unter anderem Abschnitte am West Highland Way, Rannoch Moor beziehungsweise die Route von Altnafeadh nach Kinlochleven sowie wahlweise den Aufstieg auf Ben Nevis oder eine leichtere Küstenwanderung bei Arisaig. Die anspruchsvolleren Bergtouren werden von einem ausgebildeten Bergführer begleitet.

So können Sie Schottlands Natur gemeinsam mit einer erfahrenen Reiseleitung erleben, ohne sich selbst um Routenplanung, Gepäcktransport und Transfers kümmern zu müssen.

Wanderreise Schottland: Natur und Abenteuer in den Highlands

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