Schottlands Whiskyinsel Islay: Destillerien, Atlantik & Single Malts
- 9 Tage
- 1 Termin 2027
- max. 14 Personen
- Abholung am Flughafen
- Alle Eintritte inkludiert
- Deutschsprachige Reiseleitung
- Klimatisierter Kleinbus
- Notfallnummer 24/7
Kirkwall liegt auf Mainland, der größten Insel der Orkney-Inseln, und ist der Hauptort des Archipels. Rund ein Drittel der Bevölkerung Orkneys lebt hier. Hafen, historische Straßenzüge, unabhängige Geschäfte und bedeutende Bauwerke machen die Stadt zu einem idealen Ausgangspunkt für eine Reise durch die Inselgruppe.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich im kompakten Stadtzentrum und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Besonders die St.-Magnus-Kathedrale, die Ruinen des Bishop’s Palace und Earl’s Palace sowie das Orkney Museum erzählen von der langen und wechselvollen Geschichte Orkneys.
Sie möchten zunächst einen Überblick über weitere Regionen und Sehenswürdigkeiten Schottlands erhalten?
Der Name Kirkwall geht auf das altnordische Wort Kirkjuvágr zurück, das ungefähr „Kirche an der Bucht“ bedeutet. Die Bezeichnung erinnert an die Zeit, in der Orkney unter starkem norwegischem beziehungsweise nordischem Einfluss stand.
Kirkwall war vermutlich zunächst eine kleinere Siedlung. Im frühen 11. Jahrhundert machte Earl Rognvald Brusason den Ort zu seinem Herrschaftssitz und ließ eine dem heiligen Olaf geweihte Kirche errichten. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Kirkwall zum religiösen, politischen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Inselgruppe.
Das nordische Erbe zeigt sich heute weniger in einem einheitlichen Baustil als vielmehr in der Geschichte, in Ortsnamen und in bedeutenden mittelalterlichen Bauwerken.
Das Zentrum von Kirkwall ist lebendig und zugleich überschaubar. Vom Hafen führt eine zusammenhängende Folge von Straßen durch das historische Zentrum, vorbei an Geschäften, Cafés, Pubs und Restaurants. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.
Die St.-Magnus-Kathedrale gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerken Schottlands. Sie wurde 1137 von Earl Rognvald Kali Kolsson zu Ehren seines Onkels Magnus Erlendsson gegründet.
Magnus war selbst Earl von Orkney und wurde nach seinem gewaltsamen Tod als Märtyrer und Heiliger verehrt. Seine sterblichen Überreste befinden sich der Überlieferung und archäologischen Untersuchungen zufolge innerhalb der Kathedrale.
Der Bau der Kathedrale erstreckte sich über rund 300 Jahre. Dadurch vereint das Gebäude verschiedene mittelalterliche Bauphasen, wobei der romanische Charakter bis heute besonders deutlich erkennbar ist.
Charakteristisch ist das wechselnde Mauerwerk aus rotem und gelbem Sandstein. Der rote Stein stammt aus der Umgebung von Kirkwall, der gelbe vermutlich von der Orkney-Insel Eday. Portale, Rundbögen und erhaltene Steinmetzarbeiten zeigen die hohe handwerkliche Qualität der mittelalterlichen Baumeister.
Die Kathedrale wird häufig als „Light in the North“ bezeichnet. Sie ist die nördlichste Kathedrale Großbritanniens und gehört bis heute den Menschen von Orkney. Neben Gottesdiensten finden dort Konzerte, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen statt.
Unmittelbar neben der Kathedrale liegen die Ruinen des Bishop’s Palace.
Der Palast entstand im frühen 12. Jahrhundert, ungefähr zur selben Zeit wie die ersten Teile der St.-Magnus-Kathedrale. Vermutlich wurde er unter Bischof William the Old errichtet. Der ursprüngliche Kern bestand aus einem zweigeschossigen mittelalterlichen Hallenhaus.
Ein bedeutendes Ereignis fand dort im Jahr 1263 statt: Der norwegische König Håkon IV. starb im Bishop’s Palace, nachdem er von einem erfolglosen Feldzug an der schottischen Westküste nach Orkney zurückgekehrt war.
Heute sind Teile der Mauern, Räume und Türme erhalten. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie die Bischöfe von Orkney im Mittelalter lebten und ihren politischen sowie kirchlichen Einfluss ausübten.
Direkt gegenüber befindet sich der Earl’s Palace. Obwohl die beiden Anlagen räumlich eng miteinander verbunden sind, stammt der Earl’s Palace aus einer deutlich späteren Epoche.
Patrick Stewart, Earl von Orkney, ließ das Gebäude um 1606 errichten. Der aufwendig gestaltete Renaissancepalast sollte seinen Reichtum und seine Stellung demonstrieren. Große Säle, eine repräsentative Treppe, Wohnräume und außergewöhnlich breite Kamine gehörten zur Ausstattung.
Patrick Stewart wurde aufgrund seiner rücksichtslosen Herrschaft und seines verschwenderischen Lebensstils als „Black Patie“ bekannt. Für den Bau seiner Residenzen zwang er der historischen Überlieferung zufolge Teile der örtlichen Bevölkerung zu unbezahlter Arbeit. Er verlor später die königliche Gunst und wurde 1615 in Edinburgh hingerichtet.
Gemeinsam zeigen Bishop’s Palace und Earl’s Palace zwei sehr unterschiedliche Phasen der Geschichte Orkneys: das kirchlich geprägte Mittelalter und die repräsentative Renaissancezeit.
Besucherhinweis: Die Paläste sind saisonal zugänglich. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und vorübergehende Sperren sollten vor der Reise geprüft werden.
Gegenüber der St.-Magnus-Kathedrale befindet sich das Orkney Museum im historischen Tankerness House.
Das Gebäude war rund drei Jahrhunderte lang das Wohnhaus der Familie Baikie of Tankerness. Teile der Anlage dienten ursprünglich als Wohnhäuser für Geistliche der Kathedrale. Im Jahr 1968 wurde Tankerness House als Museum eröffnet.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Orkney-Inseln von der Steinzeit bis in die jüngere Vergangenheit. Zu sehen sind unter anderem:
Die archäologische Sammlung ist von nationaler Bedeutung; weitere Teile der Sammlung besitzen internationale Relevanz.
Das ehemalige Wohnhaus vermittelt zusätzlich einen Eindruck vom Leben der Familie Baikie. Erhaltene Räume wie Bibliothek und Salon erinnern an die frühere Nutzung des Gebäudes. Hinter dem Museum liegen die öffentlich zugänglichen Tankerness House Gardens.
Tankerness House ist als Category-A-Bauwerk eingestuft und damit von besonderer nationaler beziehungsweise internationaler architektonischer und historischer Bedeutung. Der Eintritt in das Museum ist derzeit kostenlos.
Kirkwall eignet sich nicht nur für die Besichtigung der historischen Altstadt. Als Verkehrs- und Versorgungszentrum ist der Ort auch ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge auf Mainland und zu weiteren Orkney-Inseln.
Vom Hafen und vom nahe gelegenen Hatston Pier bestehen Fährverbindungen zu verschiedenen Inseln sowie nach Aberdeen und Shetland. Der zentrale Busbahnhof verbindet Kirkwall mit zahlreichen Orten auf Mainland.
Für die Erkundung der Stadt selbst reicht häufig ein Tag. Wer zusätzlich Museen ausführlich besuchen, Ausflüge unternehmen oder weitere Inseln kennenlernen möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen.
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