Schottlands Whiskyinsel Islay: Destillerien, Atlantik & Single Malts
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Spoilerwarnung: Dieser Beitrag enthält Informationen zu Claires Geschichte aus den ersten drei Staffeln von Outlander.
Outlander-Fans aufgepasst: Diana Gabaldons Highland-Saga verbindet historische Ereignisse, eine große Liebesgeschichte, Zeitreisen und eindrucksvolle schottische Landschaften miteinander.
Im Mittelpunkt steht eine Frau, die sich weder von den gesellschaftlichen Regeln des 20. noch von jenen des 18. Jahrhunderts vollständig einschränken lässt: Claire Fraser.
Doch wer ist Claire eigentlich? Woher kommt sie, weshalb landet sie im Jahr 1743 und wie entwickelt sie sich von der Kriegskrankenschwester zur Heilerin und schließlich zur Chirurgin?
Dieser Beitrag ist Teil unserer Outlander-Blogserie.
Diana Gabaldon nennt den 20. Oktober 1918 als Claires Geburtstag. Die genaue zeitliche Einordnung ihrer ersten Reise unterscheidet sich jedoch zwischen einzelnen Buchausgaben und der Fernsehserie.
Claire ist intelligent, medizinisch versiert, direkt und ausgesprochen durchsetzungsfähig. Sie besitzt ein starkes Verantwortungsgefühl und kann nur schwer tatenlos zusehen, wenn andere Menschen Hilfe benötigen.
Gerade diese Eigenschaften bringen sie im 18. Jahrhundert regelmäßig in Gefahr. Ihr Wissen, ihre selbstbewusste Sprache und ihr Auftreten entsprechen nicht den Erwartungen, die ihre neue Umgebung an eine Frau stellt.
Gleichzeitig ist Claire keine unfehlbare Heldin. Ihre Entschlossenheit kann in Eigensinn umschlagen, und ihr Bedürfnis, anderen zu helfen, führt immer wieder zu riskanten Entscheidungen.
Diese Mischung aus Stärke, Mitgefühl und Fehlern macht sie zu einer vielschichtigen Figur.
Jamie nennt Claire häufig Sassenach.
Der Ausdruck bezeichnet im schottisch-gälischen beziehungsweise schottischen Sprachgebrauch eine englische oder englischsprachige Person. Historisch konnte er auch für Menschen aus den schottischen Lowlands verwendet werden. Innerhalb der Outlander-Geschichte vermittelt der Name zusätzlich, dass Claire eine Fremde beziehungsweise Außenstehende in der Highland-Gemeinschaft ist.
Was zunächst eher distanziert klingt, entwickelt sich zwischen Claire und Jamie zu einer liebevollen und vertrauten Anrede.
Claire Elizabeth Beauchamp verliert ihre Eltern bereits als kleines Kind bei einem Autounfall.
Anschließend wächst sie bei ihrem Onkel Quentin Lambert Beauchamp auf, den sie liebevoll Onkel Lamb nennt. Er ist Archäologe und Historiker und reist für seine Arbeit durch verschiedene Länder.
Statt ein klassisches englisches Internat zu besuchen, begleitet Claire ihren Onkel. Ihre Kindheit verbringt sie deshalb unter anderem an archäologischen Grabungsstätten und in für andere Kinder ungewöhnlichen Lebenssituationen.
Diese Jahre prägen ihre spätere Persönlichkeit. Claire lernt früh:
Dadurch besitzt sie Fähigkeiten, die ihr später im 18. Jahrhundert zugutekommen.
Über Onkel Lamb lernt Claire den Historiker Frank Randall kennen.
Die beiden heiraten 1937 und verbringen eine kurze Hochzeitsreise in den schottischen Highlands. Der Zweite Weltkrieg trennt sie jedoch für mehrere Jahre voneinander.
Claire arbeitet während des Krieges als Krankenschwester und sammelt unter schwierigen Bedingungen umfassende medizinische Erfahrung. Frank ist für den britischen Nachrichtendienst tätig. Nach dem Krieg müssen beide feststellen, dass sie sich während ihrer langen Trennung verändert haben.
Die Reise nach Schottland soll ihnen dabei helfen, wieder zueinanderzufinden.
In der Fernsehserie reisen Claire und Frank im Jahr 1945 nach Inverness.
Frank beschäftigt sich dort mit Familiengeschichte und versucht, mehr über einen vermeintlichen Vorfahren namens Jonathan „Black Jack“ Randall herauszufinden. Claire interessiert sich währenddessen zunehmend für Pflanzen und deren medizinische Verwendung.
Für die Szenen im Inverness der 1940er-Jahre wurde der historische Ort Falkland als Filmkulisse genutzt. Dort befinden sich unter anderem das Gebäude von Mrs Baird’s Guesthouse, verschiedene Geschäfte aus der Serie und der Bruce Fountain.
Während ihres Aufenthalts entdecken Claire und Frank den Steinkreis Craigh na Dun.
In der Morgendämmerung beobachten sie dort heimlich eine Zeremonie. Claire kehrt später allein zurück, weil sie eine Pflanze genauer untersuchen möchte. Als sie einen der Steine berührt, hört sie ein ungewöhnliches Geräusch und verliert das Bewusstsein.
Nach dem Erwachen ist ihre vertraute Welt verschwunden.
Craigh na Dun ist ein fiktiver Ort. Die Außenaufnahmen für die Serie entstanden in der Landschaft bei Kinloch Rannoch. Die Steine selbst waren Filmrequisiten und stehen dort nicht dauerhaft.
Das genaue Datum unterscheidet sich je nach Fassung der Geschichte.
In den Romanen durchquert Claire die Steine zur Zeit von Beltane im Frühling. Die amerikanische Ausgabe von Outlander beginnt 1945, während die britische Ausgabe Cross Stitch und Diana Gabaldons aktuelle Chronologie das Jahr 1946 verwenden.
Gabaldon erklärt diese Abweichung mit einer nachträglichen redaktionellen Änderung: Die britische Datierung wurde angepasst, weil der Zweite Weltkrieg Anfang Mai 1945 noch nicht beendet war.
Für die Fernsehserie wurde die Reise auf Samhain im Herbst 1945 verlegt. Claire ist zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt. Diana Gabaldon erklärte, dass die Änderung auch mit dem tatsächlichen Drehbeginn im Herbst zusammenhing.
Claire landet im schottischen Hochland des Jahres 1743.
Der letzte große Jakobitenaufstand hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen. Bonnie Prince Charlie wird seine Standarte erst im August 1745 in Glenfinnan hissen. Claire erreicht die Vergangenheit somit rund zwei Jahre vor dem Beginn jener Ereignisse, deren Ausgang sie aus ihrer eigenen Zeit kennt.
Schon kurz nach ihrer Ankunft begegnet Claire einem britischen Offizier, der ihrem Ehemann Frank verblüffend ähnlich sieht: Jonathan „Black Jack“ Randall.
Beide Figuren werden in der Fernsehserie von Tobias Menzies gespielt.
Frank und Claire gehen zunächst davon aus, dass Black Jack Randall ein direkter Vorfahr Franks sei.
Diese Annahme erweist sich später jedoch als falsch. Franks biologische Abstammung führt über Black Jacks jüngeren Bruder Alexander Randall und Mary Hawkins.
Auf Alexanders Wunsch heiratet Black Jack die schwangere Mary kurz vor dem Tod seines Bruders. Dadurch erhält deren Kind rechtlich den Namen Randall, obwohl Alexander der biologische Vater ist.
Diese zunächst unbekannte Familiengeschichte ist für Claire besonders bedeutsam. Lange Zeit fürchtet sie, durch ihre Handlungen in der Vergangenheit Franks spätere Existenz zu gefährden.
Black Jack Randall bedroht Claire bereits bei ihrer ersten Begegnung. Murtagh und die Männer der MacKenzies greifen ein und nehmen sie mit.
Unter ihnen befindet sich der verletzte Jamie Fraser.
Claire erkennt, dass Jamies Schulter ausgekugelt ist, und behandelt ihn mit einer medizinischen Sicherheit, die für ihre Umgebung ungewöhnlich wirkt. Ihre Erfahrungen als Kriegskrankenschwester machen sie zu einer wesentlich kompetenteren Heilerin, als es die Männer zunächst erwarten.
Jamie ist der Neffe von Colum und Dougal MacKenzie. Er hält sich bei seinen Verwandten auf, weil er selbst von den britischen Behörden gesucht wird.
Die MacKenzies bringen Claire nach Castle Leoch.
Dort hält Colum MacKenzie sie zunächst für eine mögliche englische Spionin. Claire steht unter Beobachtung und darf die Burg nicht einfach verlassen.
Ihre medizinischen Fähigkeiten verschaffen ihr dennoch eine wichtige Aufgabe. Als Heilerin behandelt sie Verletzungen und Krankheiten und lernt zugleich mehr über Pflanzen, traditionelle Heilmethoden und die Lebensbedingungen des 18. Jahrhunderts.
Nicht alle Menschen können ihr Wissen einordnen. Was für Claire Medizin ist, erscheint anderen mitunter wie Magie oder Hexerei. Die offizielle Serienbeschreibung stellt gerade diesen Gegensatz zwischen ihrem modernen Denken und der Welt des 18. Jahrhunderts in den Mittelpunkt.
Claire gerät erneut in die Gewalt von Black Jack Randall.
Um zu verhindern, dass sie als Engländerin an ihn ausgeliefert wird, soll sie einen Schotten heiraten. Die Wahl fällt auf Jamie.
Die Hochzeit beginnt somit nicht als romantischer Liebesbeweis, sondern als Schutzmaßnahme. Claire ist außerdem weiterhin mit Frank verheiratet, der rund 200 Jahre in der Zukunft lebt.
Aus der erzwungenen Verbindung entwickelt sich jedoch schrittweise eine enge Partnerschaft. Claire und Jamie lernen einander zu vertrauen, sprechen über ihre Ängste und beginnen, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Claire bleibt dadurch zwischen zwei Leben und zwei Ehemännern hin- und hergerissen.
Claires medizinisches Wissen gehört zu ihren wichtigsten Fähigkeiten.
Sie kennt:
Gleichzeitig stehen ihr im 18. Jahrhundert weder moderne Medikamente noch sterile Instrumente oder diagnostische Technik zur Verfügung. Sie muss improvisieren und ihr Wissen an die vorhandenen Möglichkeiten anpassen.
Gerade diese Verbindung aus moderner Ausbildung und praktischer Kreativität macht Claire zu einer außergewöhnlichen Heilerin.
Nach ihrer Rückkehr in das 20. Jahrhundert lebt Claire mit Frank und ihrer Tochter Brianna in Boston.
Im Jahr 1957 beginnt sie laut offizieller Outlander-Chronologie ihr Medizinstudium. Später arbeitet sie als Ärztin und Chirurgin.
Für eine Frau ihrer Generation ist dieser berufliche Weg alles andere als selbstverständlich. Claire muss sich in einer von Männern dominierten Ausbildung und Arbeitswelt behaupten.
Nicht korrekt wäre allerdings die eindeutige Behauptung, sie studiere an der Harvard Medical School. Frank erhält eine Stelle in Harvard; Claires konkrete Universität wird nicht ebenso klar benannt.
Claire weiß, dass sich der Jakobitenaufstand von 1745 zu einer Katastrophe entwickeln wird.
Gemeinsam mit Jamie versucht sie deshalb, den Lauf der Ereignisse zu beeinflussen und die Schlacht von Culloden zu verhindern. Die offizielle Beschreibung der zweiten Staffel stellt genau diesen Versuch in den Mittelpunkt.
Dabei muss Claire erkennen, wie schwierig es ist, historische Entwicklungen zu verändern. Politische Interessen, Loyalitäten, Fehleinschätzungen und persönliche Entscheidungen greifen ineinander.
Outlander verbindet hier reale Ereignisse mit einer fiktiven Handlung. Die Serie ist keine historische Dokumentation, ermöglicht aber einen emotionalen Zugang zur Geschichte der Jakobiten.
Claire wird häufig als emanzipierte Frau beschrieben.
Im 18. Jahrhundert fällt besonders auf, dass sie:
Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Claire auch im 20. Jahrhundert auf erhebliche Grenzen stößt. Ihre Ausbildung zur Ärztin und ihre berufliche Selbstständigkeit bleiben selbst dort außergewöhnlich.
Sie ist daher nicht einfach eine moderne Frau, die allen anderen überlegen ist. Sie muss in beiden Jahrhunderten Kompromisse schließen, Fehler eingestehen und Wege finden, ihre Überzeugungen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen zu vertreten.
In der Fernsehserie wird Claire von der irischen Schauspielerin Caitríona Balfe verkörpert.
Ihre Darstellung wurde vielfach ausgezeichnet. Die Saturn-Awards-Datenbank führt zahlreiche Siege für ihre Rolle in Outlander auf. Bereits 2015, 2016 und 2017 erhielt sie die Auszeichnung als beste Schauspielerin einer Network- beziehungsweise Kabelserie; weitere Auszeichnungen folgten in späteren Jahren.
Bei den Golden Globe Awards wurde sie vier Jahre in Folge als beste Hauptdarstellerin einer Drama-Fernsehserie nominiert:
2016 gewann Balfe außerdem den People’s Choice Award als beliebteste Sci-Fi-/Fantasy-Fernsehschauspielerin. 2017 erhielt sie die entsprechende Auszeichnung erneut.
Diana Gabaldon plante Outlander ursprünglich als klassischen historischen Roman.
Als sie Claire zu schreiben begann, entwickelte die Figur jedoch eine eindeutig moderne Stimme. Claire reagierte nach Gabaldons eigener Schilderung nicht so, wie es von einer Frau des 18. Jahrhunderts zu erwarten gewesen wäre, sondern äußerte moderne und oft ausgesprochen direkte Gedanken.
Statt die Figur zu verändern, entschied Gabaldon, dass Claire aus einer anderen Zeit stammen müsse. Die Zeitreise entstand somit aus Claires Persönlichkeit heraus.
Die Hauptserie Outlander besteht aus acht Staffeln.
Die achte Staffel umfasst zehn Episoden und bildet den Abschluss der Fernsehserie. STARZ bezeichnet die zehnte Episode ausdrücklich als Serienfinale.
Die Romanreihe ist davon zu unterscheiden. Diana Gabaldon arbeitet weiterhin an ihrem zehnten Hauptroman, der den Abschluss der Buchgeschichte um Claire und Jamie bilden soll.
Viele Schauplätze aus Claires Geschichte können in Schottland besucht werden.
Auf unserer achttägigen Outlander Rundreise: Auf den Spuren von Claire und Jamie entdecken Sie gemeinsam mit anderen Fans ausgewählte bekannte Drehorte und historische Schauplätze.
Unter anderem besuchen wir:
Auch ein Treffen mit einem an Outlander beteiligten Schauspieler beziehungsweise einer beteiligten Schauspielerin ist im aktuellen Programm vorgesehen. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Hauptdarstellerin oder einen Hauptdarsteller.
Die Reise umfasst sieben Übernachtungen, siebenmal Frühstück, sechsmal Abendessen, die angeführten Besichtigungen, Transfers und eine deutschsprachige Reiseleitung.
Sie kann wahlweise:
gebucht werden. Bei Auswahl eines Flughafens sind Economy-Flug und Aufgabegepäck im jeweiligen Reisepreis enthalten. Bei Eigenanreise ist kein Flug inkludiert.
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